Interview mit Michael Patrick Kelly

Michael, Deine Tournee ist am 7. Juli losgegangen. Wie ist es denn bisher gelaufen?

Also es war mega! Wir hatten Wir hatten so eine positive Resonanz, eine Bombenstimmung, Erst vor kurzem waren wir an einem schönen Ort in Dinslaken, in einem Amphitheater, wo du jeden gut sehen konntest, jeder konnte dich sehen. Also ich bin total happy. Ich spiele sehr viele Songs von meinem aktuellen Album, aber es gibt auch einige Kelly-Klassiker, und auch bei der Staffel auf Vox „Sing meinen Songs“ habe ich mich in ein paar Songs verliebt, und die sind auch mit von der Partie.

 

Du wohnst ja in Niederbayern. Warst Du schon mal in Rosenheim?

Ja ich war bereits in Rosenheim. Und immer wenn ich in die Berge fahre, fahre ich über Rosenheim. Ich freu  mich total auf diese Stadt und darauf, die Bühne mit Max Giesinger zu teilen und Gas zu geben. Das wird echt fett, und ich bin sehr, sehr aufgeregt und sehr gespannt auf das Konzert.

 

Wir freuen uns auch drauf! Die Kelly-Familie ist ja auf Tournee. Du machst hier nicht mit, Du hast gesagt, Du hast andere Prioritäten, in einem Jahr wärst Du mitgefahren. Wie wichtig ist Deine eigene Tournee jetzt für Dich selbst?

Meine letzte Tour als Kelly-Family war schon vor 13 Jahren. Die Emanzipation aus dieser Familie ist schon lange geschehen. Aber ich habe es über ein halbes Jahr lang versucht, ob es zeitlich und inhaltlich zusammenkommt. Das hat nicht geklappt, aber es sind ja auch andere Geschwister nicht dabei. Aber ich wünsche meinen Geschwistern nur das Beste und ich bin sicher, dass sie eine gute Zeit haben werden mit ihrem Publikum. Diese alten Songs sind ja nach wie vor beliebt, und es gibt viele Leute, die sie noch von früher kennen, und die das noch einmal erleben wollen. Von daher denke ich, wird ihre Tournee gut laufen.

 

Du hast gerade die Emanzipation angesprochen. Früher warst Du Paddy Kelly, jetzt bist Du Michael Patrick Kelly. Hat diese Namensänderung auch mit Deiner Veränderung zum Solokünstler zu tun?

Ja. Man könnte mein Leben in drei Kapitel aufteilen. Die erste Zeit ist mit meinen Eltern, mit meinen Geschwistern unterwegs, im Campingwagen geboren. Anfang 20 war mein Zuhause ein Schloss. Als Straßenmusiker ging es los, später spielte ich in Stadien. Das zweite Kapitel ist sechs Jahre lang in einem Kloster, ganz zurückgezogen, ganz still. Ich lebte im Burgund an einem Ort, wo es 70 Mönche gab, 27 verschiedene Nationalitäten, da hatte ich auch einen Ordensnamen. Jetzt, das dritte Kapitel meines Lebens ist die Zeit als Solokünstler. Da wollte ich zu meinem eigenen Namen zurückkehren. Der Name, den mir meine Eltern gaben, war Michael Patrick, so heiße ich, so steht es in meinem Pass, so steht es vermutlich eines Tages auf meinem Grabstein, aber auch in der Zwischenzeit auf meinem Albumcover. Aber Paddy ist immer noch mein Spitzname, und ich bin keinem böse, der mich noch Paddy nennt. So kennt man mich auch privat.

 

Ein Boot, ein Schloss, ein Kloster. Jetzt bist Du in Niederbayern sesshaft geworden. Warum Bayern?

Ich habe mich in der Pampa in Niederbayern sehr wohlgefühlt. Ich bin hier zuhause, in einem Landhaus in der Natur. Es ist jetzt nicht Mallorca oder Miami oder irgendein Hotspot, aber es hat was Uriges, was sehr Ruhiges. Man wird in Ruhe gelassen, und ich kann immer zu meiner Oase zurückkehren nach den Tourneen und auftanken. Natur, ein paar Tiere – das tut einfach gut, es ist mein Zuhause. Ich überlege, ob ich ein paar Jahren doch in die Berge oder ans Meer ziehe. Ich habe mich noch nicht entschieden, aber in der Zwischenzeit bin ich ‚dahoam‘ in Niederbayern.