„Heiße Stimmung, Emotionen – traumhafter Auftakt des Rosenheimer Sommerfestivals

Rosenheim – 22.000 Zuschauer an drei Abenden, mitreißende Konzerte und  fast kein Regen! Das 6. Rosenheimer Sommerfestival brachte zum Auftakt heiße Rockmusik, Oldies zum Mitsingen, gefühlvolle Balladen und jede  Menge Emotionen. „I don’t know how you did this?“ wunderte sich „Sweet“-Frontman Pete Lincoln zu Beginn des Festivals. “Wie habt ihr das gemacht?“. Stundenlanger Dauerregen, und pünktlich zum ersten Konzert des Festivals schaute die Sonne raus! Nach Dauerregen hatten die Veranstalter das Gelände im Mangfallpark mit Stroh aufgefüllt, und das bewährte sich. „Sweet“ erinnerten mit ihren Hits „Ballroom Blitz“, „Coco“ „Little Willy“ und „Fox on the run“ an grandiose alte Zeiten – und überzeugten personell erneuert ihre Fans als gediegene Rock’n Roll-Band mit einer mitreißenden Show. Auch Hard.-Rock-Legende  „Uriah Heep“ hatte von seiner ursprünglichen Besetzung nur noch Gitarrist Mick Box dabei, begeisterte aber nicht nur  mit harter Rockmusik, sondern auch mit gefühlvollen Balladen. Höhepunkt war natürlich als Abschluss der Megahit „Lady in Black“, den fast alle der 6.000 Fans mitsingen konnten. Ein Auftakt für alle Generationen – vor allem Konzerte mit Kultpotenzial, die sich auch Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer nicht entgehen ließ. „Bei Sweet und Uriah Heep kommen Erinnerungen hoch“, sagte Bauer. „Da denkt man an die eigene Jugend und an eine Zeit, in der man Gas gegeben hat.“

Gas geben, die Fans mitreißen – das war auch am zweiten Abend das Motto. „Seven“ trat als Vorband von Rea Garvey auf. Es war das erste ausverkaufte Konzert. 9000 Fans drängten in den Mangfallpark, „Für uns ist das ziemlich krass, wir haben noch nie hier gespielt“,  sagte der Schweizer Sänger Seven etwas verblüfft angesichts der Kulisse. Er steht für R&B und Soul, präsentierte sich aber auch  als witziger, charmanter Entertainer. Die Aufforderung „Wake Up“ aus seinem gleichnamigen Hit war überflüssig, er inszenierte seine Songs mitreißend und gekonnt. Ebenso seine spezielle Version von Nenas „99 Luftballons“.  Große Freude also bei allen Fans, als er zum Abschluss verkündete: „Rosenheim – wir kommen wieder!“

Star des Abends war Rea Garvey. Mit Sonnenbrille und dunklem Jackett begann er sein Konzert, doch schnell wurde das alles zu heiß: schon nach dem ersten Song stand er in T-Shirt, ohne Sonnenbrille auf der Bühne. „Ich hab mir daheim gedacht: was für ein Wahnsinn! Nach einem Monat war das Konzert ausverkauft. Ich bin sehr stolz darauf!“ Der irische Vollblutmusiker sorgte für die emotionalsten Momente zum Auftakt des Sommerfestivals. „Auf meinem Konzert in der Schweiz erfuhr ich vom Anschlag in Nizza. Was bin ich gesegnet, dass ich durch die Welt reisen und Konzerte geben darf. Ich sage Euch: Nie aufgeben! Wir sind die Mehrheit! Wir sind die Guten! Seid lauter! Nicht aufgeben!“ rief er den Fans zu. Garvey präsentierte Hits aus seinem Album „Prisma“ . Egal ob „Run for the border“ oder „all about you“ – die Begeisterung für ihn nahm von Song zu Song zu. Garvey nahm sein Publikum mit, bahnte sich den Weg zu den Rollstuhlfahrern und ließ sich mit ihnen fotografieren, eroberte so alle Herzen im Sturm.

7.000 Fans wollten sich am Abend darauf „Dicht und Ergreifend“ und „Django 3000“ nicht entgehen lassen. Sie wurden nicht enttäuscht: Beide brachten den Mangfallpark zum Beben, sorgten für ausgelassene, begeisterte Stimmung. George Urquell und Lef Dutti von dicht & ergreifend rissen mit Bayern-Hip-Hop die Fans mit und bewiesen, dass sie zu den gefragtesten Live-Bands gehören. Die groovenden Desperados aus dem Chiemgau „Django 3000“ mögen es „wuid“ und laut – und so wurde es ein echt wilder, lauter, hinreißender Konzertabend. Mit ihren Hits aus dem Album „Bonaparty“ zündeten sie einen Hit nach dem anderen. Auch hier gilt: Wiederholung erwünscht!

Am Sonntag war Familientag des OVB-Medienhauses. Eltern, Kinder und Großeltern kamen bei freiem Eintritt auf ihre Kosten. Buben und Mädchen konnten Riesen-Seifenblasen machen, durch eine Titanic-Rutsche rutschen, und viele bewiesen sich im Biertragerl-Klettern. Für die musikalische Unterhaltung sorgten „Die Kieferbachindianer“, der Kinderchor der Chorgemeinschaft Neubeuern, „Bluatschink“, Benedikt Dorn mit Band und „Nirwana“.  Halbzeit-Fazit also: So kann es weitergehen! Wetter gut, Stimmung noch besser, die Fans ausgelassen und heiter. Jetzt geht es in die zweite Halbzeit – und Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer wird auch hier dabei sein. „Ich freue mich auf Schmidbauer und Kälberer, und hoffe inständig, dass es nicht wie angekündigt das allerletzte Konzert ist.“  Wer das allerletzte Konzert am 23. Juli erleben will, muss sich sputen: es gibt nur mehr wenige Tickets! Das Konzert an 22.7. ist ausverkauft, ebenso das Konzert mit „CRO“ am 21 Juli. Tickets gibt es noch für „Glasperlenspiel“ am 20. Juli.